Italiens erste wasserstoffbetriebene Busse nehmen in Bologna ihren Betrieb auf; Flotte von 127 Fahrzeugen offiziell in Betrieb genommen
Der italienische Verkehrsbetrieb TPER hat in Bologna den ersten von 127 wasserstoffbetriebenen Bussen in Betrieb genommen. Die vom polnischen Hersteller Solaris Bus gefertigten Urbino-12-Busse wurden 2023 bestellt und werden in mehreren Lieferungen ausgeliefert. Sie werden sowohl im Stadtverkehr als auch im S-Bahn-Netz eingesetzt, das das gesamte Ballungsgebiet verbindet.

Das Projekt wurde durch Fördermittel in Höhe von 69,9 Millionen Euro ermöglicht, die die Stadt Bologna aus dem italienischen Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplan (PNRR) erhalten hat, sowie durch Eigenmittel in Höhe von 5 Millionen Euro, die von TPER selbst bereitgestellt wurden.
Die Busse sind mit 160 kW ausgestattet. Brennstoffzellensysteme und haben eine maximale Reichweite von 350 Kilometern. Solaris gab an, dass die Flotte der wasserstoffbetriebenen Busse in Europa damit auf über 800 Fahrzeuge anwächst.
Das Unternehmen hat vor Kurzem auch eine Ausschreibung für 19 gewonnen. Brennstoffzellenbusse in Krefeld, Deutschland, die voraussichtlich im Jahr 2027 in Betrieb genommen werden.
Darüber hinaus hat Italien im Februar dieses Jahres die Anforderungen an grünen Wasserstoff aus der EU-Richtlinie über erneuerbare Energien (RED III) in nationales Recht umgesetzt, einschließlich einer Quote, die vorschreibt, dass bis 2030 1 % der Transportenergie aus grünem Wasserstoff stammen müssen.
Allerdings hat H2 View erfahren, dass Italien die entsprechenden RED III-Anforderungen durch untergesetzliche Regelungen umsetzen will, und dass noch kein konkreter Zeitplan bekannt gegeben wurde.